Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn – Autonome Straßenschlacht in Leipzig für den MDR lediglich ein "Spektakel"

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn – Autonome Straßenschlacht in Leipzig für den MDR lediglich ein "Spektakel"Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/EHL Media

  • 28.09.2023 13:12 Uhr

    13:12 Uhr

    Eine Straßenschlacht, Feuer, Explosionen und autonome Gewalt sind für den MDR lediglich ein "Spektakel" 

    Nach der am Montag angekündigten und durchgeführten Räumung eines besetzten Hauses in Leipzig kam es zu den befürchteten Reaktionen der lokalen autonomen Szene. Diese stellte sich in der Nacht im Rahmen von angezündeten Barrikaden der anwesenden Polizei entgegen.

    Der MDR kommentierte zu den Ereignissen in seiner Rubrik "Sachsen-Update", untermalt mit Bildern aus der Nacht:

    "Kleiner Rave vor brennenden Barrikaden. Die Nacht auf der Leipziger Eisenbahnstraße war eher unruhig. Eigentlich wurde auf Social Media nur zum 'cornern' (anwesend 'abhängen') aufgerufen, das ist dann aber ziemlich eskaliert (...) Mehr als 100 Personen waren bei dem Spektakel auf der Straße. Die Polizei konnte erst relativ spät eingreifen."

    Dies bestätigte auch der anscheinend sehr begeisterte Leipziger Ableger der "Omas gegen Rechts". In einem X-Posting vom 27. September hieß es hämisch zur Polizeiarbeit: "Ihr kommt einfach mal Stunden zu spät 🤭". Tags zuvor hatte sich die mehrfach prämierte Seniorentruppe (u.a. Paul-Spiegel-Preis des Zentralrats der Juden) bereits euphorisch zu den nächtlichen Ereignissen geäußert:

    "Leipzig brennt 🔥"

  • 10:54 Uhr

    Für eine SPD-Bootstour mit vier Politikerinnen wird offiziell um Teilnahme nur weiblicher Journalistinnen gebeten

    Wahlkampfzeit bedeutet auch immer die Vorstellung von individuellen Ideen. Die hessische SPD glänzte nun, unter verantwortlicher Leitung der Spitzenkandidatin Nancy Faeser, mit einer sehr speziellen Bitte. Die als "Frauenvernetzung" deklarierte Bootstour bittet seitens der Arbeiterinnenpartei um die präferierte Anwesenheit von Frauen bei der mitfahrenden Presse.

    So heißt es wörtlich in der Einladung an die Medien:

    "Mit Blick auf die ausschließlich weiblichen Gäste der Schifffahrt fänden wir es thematisch stimmig, wenn auch die Presseplätze mit Frauen besetzt würden."

    So würden männliche Journalisten natürlich nicht abgewiesen, aber die Veranstalter würden "sich wirklich freuen", wenn die angeschriebenen Redaktionen ausschließlich Frauen schicken könnten. Die hessische Landespressekonferenz (LPK) kommentierte leicht echauffiert und bedingt amüsiert über ihren Vorsitzenden Ewald Hetrodt:

    "Das ist nicht lustig, sondern ein Anschlag auf die Freiheit der Presse."

  • 07:52 Uhr

    Annalena Baerbock: Die Butter wird nicht billiger, wenn wir die Ukraine nicht unterstützen

    Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat eine 360-Grad-Wende in ihrem Kampf gegen die Realität angedeutet. Bei einem Wahlkampfauftritt in Augsburg erklärte sie am vergangenen Freitag, dass die Butter auch nicht wieder billiger werde, wenn man aufhöre, die Ukraine zu unterstützen.

    Ein kurzes Video ihres Auftritts macht auf Twitter/X die Runde. Die Kommentare fallen eindeutig aus. Ein Nutzer meint:

    "Die Butter wird erst wieder billiger, wenn wir aufhören, die Grünen zu wählen."

    Ein anderer meinte:

    "Ich habe langsam das Gefühl, als wenn der liebe Herrgott sich seinen Comedy-Abend gestaltet, bevor er dann hier aufräumt."

  • 27.09.2023 17:30 Uhr

    17:30 Uhr

    Das ZDF rät: Lasst! Euch! Testen!

    Das ZDF hat seinen Nutzern in den sozialen Netzwerken geraten, sich vor allem bei Erkältungssymptomen testen zu lassen. Zweifel an der generellen Sinnhaftigkeit und Zuverlässigkeit der Tests scheinen dem Sender noch nicht gekommen zu sein. Seine Leser gnadenlos duzend schrieb der Sender am Mittwoch auf Twitter/X:

    "Die Corona-Neuinfektionen steigen wieder. Vor allem bei Erkältungssymptomen solltet ihr euch testen."

    Begleitet wurde die Empfehlung ganz stilecht von einem Foto eines nichtweißen Mädchens, das gerade einen Test auspackt.

    Ein Nutzer schrieb:

    "Und was soll der Sinn der Testerei sein? Um bestätigt zu haben "wer sich krank fühlt sollte zu Hause bleiben"? Oder anders herum, wer sich krank fühlt, aber nicht testet, darf ins Büro? Und wie lange sollen sich Menschen eigentlich noch bei Erkältungssymptomen auf etwas testen? 2050?"

    Ein anderer meinte:

    "ZDF: "Bei Erkältungssymptomen Corona-Test"? Im Ernst? Selbst bei 99 Prozent Sensitivität der PCR-Tests gilt: Bei niedriger Prävalenz ergeben sich bis zu 0,9 Prozent (fast 1 Prozent) falsch-positive. Eine Million PCR-Tests mit einem Prozent falsch-positiv: Sofort haben Sie die von Ihnen wohl gewünschte Pandemie mit 10.000 "Infizierten" (falsch-positiv). Machen Sie mal mit einer Millionen Gesunden eine PCR-Test-Studie nicht zu Corona, sondern zu Ebola. Dann haben Sie auch eine Ebola-Pandemie von 10.000 "Infizierten"."

  • 15:54 Uhr

    "Ein Hauch von Toskana in Berlin" – WDR-Journalist freut sich über Farbanschlag auf Brandenburger Tor

    Nach dem Lob einer MDR-Journalistin ("Endlich tut es mal weh") und einer beglückten Professorin der Bundeswehr-Universität München ("Ein würdiger Gebrauch unseres Nationaldenkmals") meint nun auch der gerade berentete WDR-Mitarbeiter und Transsexuelle Georg "Georgine" Kellermann die destruktive Aktion der "Letzten Generation" am Berliner Wahrzeichen Brandenburger Tor kulturbeflissen kommentieren zu müssen.

    Kellermann schrieb am 26. September auf X (ehemals Twitter):

    "Ich bin ja keine glühende Verehrerin der "Letzte Generation". Aber so ein Hauch von Toskana in Berlin. Das hat doch was."

    Die ersten Reaktionen waren auch für ihn/sie durchgehend wenig wohlwollend. Eine Reaktion lautet:

    "Das ist so sehr Toskana wie Sie eine Frau."

    Medienvertreter sehen das wohl mehrheitlich nicht so eng. Ebenfalls am 26. September kommentierte ein Autor der Süddeutschen Zeitung, Hilmar Klute, den Akt des Vandalismus der Klimaapokalyptiker so:

    "Vom Brandenburger Tor geht die Farbe der "Letzten Generation" nicht mehr ab. Nicht so schlimm, wirklich nicht." 

    Klute stellt zudem fest: "Das Tor ist nur mittelgroß. Aber es macht was her in einer sonst eher hässlichen Hauptstadt". Ob überhaupt möglich und – wenn ja – wie lange die Reinigung des Berliner Wahrzeichens nach der Farbattacke noch dauern und wie teuer sie am Ende sein wird, könnte sich bis zum Ende der Woche entscheiden. Aktuell werden bereits mehr als die bis dato zunächst veranschlagten 35.000 Euro erwartet.

  • 11:46 Uhr

    Für ihr Lebenswerk: Luisa Neubauer erhält ökumenischen Predigtpreis

    Die 27-jährige prominente "Klimaschutz-Aktivistin" Luisa Neubauer erhält den ökumenischen Predigtpreis – für ihr Lebenswerk. Wie die Jury am Dienstag in Bonn erklärte, habe Neubauer innerhalb weniger Jahre das Bewusstsein von der gesellschaftlichen Aufgabe der Bewahrung der Schöpfung im deutschen Sprachraum maßgeblich mitgeprägt. Ihre Reden und ihr Denken enthielten bei genauerem Hinsehen Leitmotive zu religiösen Kontexten sowie existenziellen Fragen. Darin liege ein wichtiger Beitrag für die Predigtkultur der Gegenwart in der globalen Klimakrise.

    Neubauer entstammt der Hamburger Reemtsma-Dynastie. Aufgrund ihrer zahlreichen Fernreisen verpassten ihr Spötter schon vor Jahren den Spitznamen "Langstrecken-Luisa". Neubauers Lebensgefährte ist der ARD-Moderator Louis Klamroth.

    Den Hauptpreis für die beste Predigt erhielt die sich selbst als "queer" bezeichnende, altkatholische Priesteramtskandidatin Nathalie Schuler. Die Jury lobte ihre "theologisch begründete, sachlich differenzierte und rhetorisch gekonnte Kommunikation" ihrer Ausführungen zum Christopher Street Day.

    Der Predigtpreis wird verantwortet durch die theologischen Institutionen an der Universität Bonn.

  • 08:22 Uhr

    Auch das noch: Bayerische SPD verspricht direkten Draht ins Kanzleramt

    Die im Wahlkampf befindliche bayerische SPD hat den Bayern einen "direkten Draht ins Kanzleramt" versprochen. Auf Twitter/X schrieb die Partei am Dienstag:

    "Mit uns bekommt Bayern einen direkten Draht ins Kanzleramt. Am 08.10. alle Stimmen SPD!"

    Umfragen sehen die Sozialdemokraten bei unter zehn Prozent. Die Reaktionen unter dem Tweet deuten nicht auf Besserung hin:

    "Ich möchte keinen direkten Draht ins Kanzleramt, es ist so schon unerträglich."

    "Zu Schwerverbrechern die Nord Stream gesprengt haben! Wegsperren!"

    "Den direkten Draht dürfen Sie gerne behalten, darüber erhalten Sie Nachrichten zum Doppelwumms, dem Wirtschaftswunder und CumEx, aber sonst nur kalten Kaffee. Und, nichts wie raus aus dem bayerischen Landtag."

  • 26.09.2023 16:19 Uhr

    16:19 Uhr

    Katrin Göring-Eckardt: "Alle können immer und überall sagen, was sie wollen"

    Die Spitzenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt von Bündnis 90/Die Grünen hat die Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland gelobt. In der ARD-Talkshow "Hart aber fair" erklärte die frühere Theologiestudentin und heutige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages wortreich, dass man in diesem dem Lande  alles sagen dürfe, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen – ganz anders als in einer Diktatur wie der DDR.

    Offenbar zufrieden mit ihrem Auftritt, postete Göring-Eckardt den Videoausschnitt dann auf ihrem Konto bei X, ehemals Twitter.

    Zuvor hatte der AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla allerdings noch berichtet, dass ihm seine Bank wegen seiner Parteimitgliedschaft das Konto gekündigt habe. Der Moderator der Sendung Louis Klamroth, Lebensgefährte von der "Klimaschutz-Aktivistin" aus der Reemtsma-Dynastie Luisa Neubauer, wehrt sich kurz danach, er sei überrascht:

    "Ich hab nicht gelacht, ich hab es mir angehört und war erstaunt."

    Dann erteilte Klamroth Frau Göring-Eckardt das Wort.

  • 10:50 Uhr

    "Glücksschiss", Orgasmus, "Comfort Food": Das Menschenbild des ÖRR 

    "Glanz und Natur", ein Format des WDR-Netzwerks Funk, gibt auf Instagram regelmäßig Einblick in die Gedankenwelt der dort tätigen, vermutlich jugendlichen "Journalisten". Am Montag fragte das Format:

    "Welcher 'kleine' Moment hat dich zuletzt happy gemacht?"

    Aus den grafisch präsentierten denkbaren "Favoriten" der Beantwortung – wie etwa "Comfort Food essen", "zum Orgasmus kommen", "Ausschlafen können", "Glücksschiss", "Lachflash haben" – lässt sich nicht unbedingt ableiten, dass Menschen für den Funk-Ableger neben Körperfunktionen auch eine Seele oder etwa Geist besitzen.

    In den Kommentaren war sarkastisch von einer "sinnvollen Verwendung der Zwangsgebühren" die Rede. Andere Nutzer fragten, was eigentlich aus dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland geworden sei. Fragen ließe sich auch, welches Menschenbild dort mittlerweile verbreitet wird.

  • 08:29 Uhr

    Strack-Zimmermann freut sich über Kuchen mit Eurofighter-Deko

    Die FDP-Abgeordnete und Rüstungslobbyistin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich auf Twitter/X über einen ihr geschenkten Kuchen mit Eurofighter-Dekoration gefreut – und bei dieser Gelegenheit den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz wieder einmal zur Lieferung von Marschflugkörpern an Kiew aufgefordert. Die klagefreudige Parlamentarierin schrieb am Montag (Schreibung wie im Original):

    "Die Gemeinde Neumarkt hat sich mit einem leckeren Kuchen für meinen Einsatz bedankt. Ich würde ihn mit dem Kanzler teilen, wenn er die Taurus nicht nur aus Zuckerguss, sondern auch real freigeben würde. Vorerst muss ich ihn mit der @USAmbGermany teilen. schicken ATACMS."

    "Die Kommentare unter dem Tweet fielen kontrovers aus. Während "Team Luftwaffe" fragte, ob es zum Verzehr eingeladen werde, kommentierte ein Nutzer:

    Ein paar Hunderttausende Kriegsleichen aus Nougat als Topping hätten die Situation auch gut wiedergegeben … Da nehmen Sie sich erst mal ein großes Stück vom Kuchen … Eine bessere Metapher für Ihre schändliche Lobbyarbeit für die Kriegsmaschinerie hätte man sich selbst gar nicht ausdenken können."

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