Wirtschaft

Ölvorräte der Industrieländer auf historischem Tiefststand

Die Ölvorräte der Industriestaaten sind auf einem historischen Tiefststand. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur hervor. Zugleich rechnet die Agentur infolge einer weltweiten Rezession mit dramatisch sinkender Nachfrage.
Ölvorräte der Industrieländer auf historischem TiefststandQuelle: Gettyimages.ru © Mustafa Yalcin/Anadolu

Infolge des Iran-Kriegs sind die Ölvorräte der Industrieländer auf einen historischen Tiefststand. Ob sie jemals seit Beginn der strategischen Ölbevorratung, die im Zusammenhang mit der Ölkrise der 1970er Jahre eingeführt wurde, so gering wie jetzt waren, teilt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nicht mit, lässt aber wissen, dass es sich um den niedrigsten Stand seit 1990 handelt.

Ausgewertet wurden im am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA), auf den sich die OECD beruft, Daten aus Mai. 

Bis zum 12. Juni sanken die weltweit erfassten Lagerbestände nochmals um 252 Millionen Barrel. Allein aus den Vorräten der OECD-Staaten wurden 163 Millionen Barrel entnommen, um ausgefallene Lieferungen aus der Golfregion auszugleichen. Obwohl die weltweite Ölnachfrage rezessionsbedingt im Frühjahr deutlich sank, schrumpfen die Vorräte "im Rekordtempo", so die IEA in ihrem Bericht.

IEA-Chef Fatih Birol hat die Auswirkungen des Iran-Kriegs als "größte Energiekrise" in der Geschichte bezeichnet. Die Agentur mit Sitz in Paris hat die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus den Reserven ihrer 32 Mitgliedsländer koordiniert. Sie geht zugleich von weiter zurückgehender Nachfrage nach Öl aus. Gegenüber einer Anfang des Jahres prognostizierten täglichen Nachfrage nach 770.000 Barrel Rohöl wird für den Rest des Jahres ein Rückgang auf nur noch 420.000 Barrel angenommen.

Birol forderte am Dienstag die "bedingungslose" Öffnung der Straße von Hormus.

Mehr zum ThemaChina: Ölreserven vor dem Iran-Krieg deutlich aufgestockt

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.