Nordamerika

Verluste der KI-Giganten nach den Wahlen: US-Demokraten bedrohen die KI-Branche

Der Ausgang der Wahlen in den USA, wodurch die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern zurückgewannen, löste starke Einbrüche an den Aktienmärkten in Asien und Amerika aus. Mit voller Wucht traf es alles, was in irgendeiner Weise mit dem Betrieb von KI zu tun hat.
Verluste der KI-Giganten nach den Wahlen: US-Demokraten bedrohen die KI-BrancheQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Sergei Bobyljow

Der Chef von Nvidia ist nach den US-Wahlen aus den Top 10 der reichsten Menschen herausgefallen. Das Gesamtvermögen von Jensen Huang, dem CEO des Technologieunternehmens Nvidia, von Elon Musk, dem Chef von SpaceX, und von Larry Ellison, dem Mitbegründer des Technologiekonzerns Oracle, ist laut der Agentur Bloomberg vor dem Hintergrund des Einbruchs an den Aktienmärkten nach dem Erfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen um 104,9 Billionen US-Dollar geschrumpft. Wie die Agentur anmerkt, hängt der Kursverfall der Aktien von Technologieunternehmen mit den Befürchtungen der Anleger zusammen, dass das Repräsentantenhaus und der Senat, die voraussichtlich unter der Kontrolle der Demokraten stehen werden, eine Einschränkung des Baus von Rechenzentren anstreben werden – einer für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz unverzichtbaren Infrastruktur. Die Zeitung Iswestija erklärt:

"Die asiatischen Indizes brachen unmittelbar nach Beginn des Handelstages am 5. November ein. Der japanische Nikkei 225 Average fiel um 1,5 Prozent, der taiwanesische Leitindex um 2,5 Prozent. Am stärksten betroffen war Südkorea, wo der lokale Kospi, der zur Hälfte aus den Kursen der beiden Unternehmen Samsung und Hynix (beides große Chiphersteller) besteht, um 4,8 Prozent nachgab. Der Einbruch lässt sich leicht erklären: In Asien befinden sich die wichtigsten 'Schaufelhersteller' für den KI-Boom. Sie haben enorme Summen in den Ausbau ihrer Kapazitäten investiert, um die schier unerschöpfliche Nachfrage zu befriedigen. Sollte diese geringer ausfallen als erwartet, müssten all diese Investitionen abgeschrieben werden."

Die Äußerungen der neu gewählten Senatoren gießen noch Öl ins Feuer. Die einen fordern ein vollständiges Moratorium für den Bau neuer Rechenzentren, andere verlangen, die Entwicklung neuer Modelle künstlicher Intelligenz für mehrere Jahre auszusetzen. Zudem verfügt der Kongress über das ausschließliche Recht, Änderungen am Steuergesetzbuch vorzunehmen. Die Abschaffung der beschleunigten Abschreibung, die es Unternehmen ermöglichte, die Anschaffungskosten für Server mit Nvidia-Chips steuerlich abzusetzen, wird die Rentabilität von Kapitalinvestitionen drastisch schmälern. Die Einführung spezieller Verbrauchssteuern auf den "übermäßigen Verbrauch von Rechenleistung" wird eine zusätzliche Belastung darstellen, die den Elan der Investoren dämpfen könnte. Und zum Schluss das Heikelste: Neu gewählte Politiker könnten den KI-Entwicklern ihre Immunität entziehen – was den Weg für Tausende Klagen wegen Halluzinationen und Fehlern der Modelle ebnen würde.

All dies erklärt die Entwicklung der Indizes und die Turbulenzen an den Börsen nach den Wahlen. Wie Experten anmerken, würde China, sollten sich die schlimmsten Prognosen bewahrheiten, einen enormen Vorsprung bei der Entwicklung der KI erlangen – und der Technologiemarkt mit der einstigen Führungsrolle des Silicon Valley würde nie wieder so sein wie zuvor.

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