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Traditionsbetriebe verschwinden: Mehr Insolvenzen als vor Corona

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle registrierte das IWH im August 1.525 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften – neun Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 63 Prozent mehr als im durchschnittlichen August der Jahre 2016 bis 2019. In den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen waren mehr als 16.000 Arbeitsplätze betroffen.

Auch traditionsreiche Unternehmen der Lebensmittelindustrie stehen unter Druck. Die Halberstädter Konserven GmbH stellt nach mehr als 140 Jahren ihren Geschäftsbetrieb endgültig ein; die verbliebenen Beschäftigten erhielten ihre Kündigungen. Bereits Anfang des Jahres wurde zudem die Produktion im Eberswalder Wurstwerk in Britz eingestellt, wovon rund 500 Beschäftigte betroffen waren.

Der Ökonom Eike Hamer sieht als Ursachen unter anderem gestiegene Produktionskosten und politische Rahmenbedingungen. Er kritisiert die Sanktionspolitik gegenüber Russland und daraus resultierende Marktverluste sowie Handelshemmnisse mit den USA als Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen.

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