
Frankreich: Musk bezeichnet Schülerproteste als "Invasion in Zeitlupe"

Der Chef von Tesla, SpaceX und xAI, Elon Musk, hat die Proteste von Schülern und Studenten in Frankreich als "Invasion in Zeitlupe" bezeichnet. Er schrieb auf X:
"Das ist eine Invasion. Sie läuft in Zeitlupe ab, ist aber dennoch eine Invasion. Und diejenigen, die diese Invasion unterstützen, sind Verräter, die dasselbe Schicksal verdienen wie alle Verräter."
Damit reagierte er auf einen Beitrag des britischen ultrarechten Aktivisten Tommy Robinson, der auf X den Screenshot eines Beitrags von US-Präsident Donald Trump auf Truth Social veröffentlicht hatte.
@TRobinsonNewEra It’s an invasion in slow motion, but an invasion nonetheless. And those who support the invasion are traitors who deserve the fate of all traitors.
— Elon Musk (@elonmusk) October 6, 2026
Trump hatte auf Truth Social die Lage in Frankreich als "außer Kontrolle geratene Massenmigration" bezeichnet. "Es geht nicht um die Schulen, sondern darum, dass der Islam ein einst großartiges Land übernehmen will!", erklärte er. Robinson versah den Screenshot mit dem Kommentar: "Trump versteht das."
Die Proteste in Frankreich dauern seit September an. An den Märschen beteiligen sich Oberstufenschüler und Studenten, denen sich Lehrer, Eltern und Gewerkschaften angeschlossen haben. Die Demonstranten fordern mehr Mittel für das Bildungswesen sowie Lösungen für den Lehrermangel und die maroden Schulgebäude.
Die französische Tageszeitung Le Monde berichtet unter Berufung auf das französische Innenministerium, dass 266.000 Menschen landesweit an Protesten teilgenommen haben, davon rund 56.000 in Paris. Die Organisatoren zählten der Zeitung zufolge dagegen 450.000 Teilnehmer, in Paris etwa 100.000.

Wie die britische Tageszeitung The Guardian schreibt, verliefen die meisten Aktionen ohne ernsthafte Zwischenfälle. Einige, darunter in Paris, endeten jedoch mit Vandalismus und Zusammenstößen mit der Polizei. Die Einsatzkräfte setzten demzufolge Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.
Der französische Fernsehsender BFMTV berichtet unter Berufung auf den Innenminister Laurent Nuñez, dass 215 Schüler verletzt wurden, die meisten davon infolge von Angriffen oder Unfällen. Verletzt wurden auch 89 Beschäftigte des Bildungswesens und 761 Angehörige der Sicherheitskräfte. Zudem wurden ihm zufolge bis zum 7. Oktober 6.629 Festnahmen registriert. Nach Angaben des Bildungsministeriums war der Unterricht mit Stand 6. Oktober an 891 Bildungseinrichtungen ganz oder teilweise ausgesetzt.
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