
Trump gegen strengere KI-Regeln: US-Präsident spricht von "Verschwörung"

US-Präsident Donald Trump hat Sicherheitsbedenken angesichts der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) erneut zurückgewiesen. Es gebe eine "kranke Verschwörung" gegen KI und die dafür benötigten Rechenzentren, schrieb Trump am Montag auf seinem Onlinedienst Truth Social. Zugleich bezeichnete er sich selbst als "Schwindel-Jäger" und als beste Kontrollinstanz.
"Ich bin der Schwindel-Jäger", schrieb Trump bei Truth Social. "Gerade entlarve ich einen weiteren Schwindel – nämlich, dass die KI die Welt übernehmen, verschlingen und zerstören wird und dass Roboter in unsere Städte einmarschieren und uns alle auslöschen werden!"

Die Befürchtungen hinsichtlich KI verglich Trump zudem mit Warnungen bezüglich des Klimawandels sowie mit den Ermittlungen während seiner ersten Amtszeit wegen angeblicher Verbindungen zu Russland: "Das ist noch abwegiger als der Russland-, Russland-, Russland-Schwindel oder der Schwindel mit der globalen Erwärmung."
Bereits vor seinen jüngsten Äußerungen zur KI hatte Trump erklärt: "Die einzige Kontrolle oder 'Leitplanke', die KI benötigt, ist ein starker und kluger (hoher IQ!) Präsident." Seine Ablehnung staatlicher Vorgaben begründete er erneut mit dem technologischen Wettlauf zwischen den USA und China. "Wer auch immer bei KI gewinnt, gewinnt", erklärte der US-Präsident.
Mit seinen Äußerungen kritisierte Trump den Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei. Dieser hatte angesichts der "gravierenden" Risiken für die Menschheit zu einer langsameren Entwicklung Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Unterstützung erhielt Amodei vom OpenAI-Chef Sam Altman sowie vom Techunternehmer Elon Musk.
Trump erklärte ausdrücklich, seine Regierung habe das KI-Unternehmen Anthropic bereits daran gehindert, "schlechte oder potenziell schlechte" Dinge zu tun. Zwischen Anthropic und der Trump-Regierung herrscht seit Längerem ein angespanntes Verhältnis. Das Pentagon hatte versucht, das Unternehmen als Sicherheitsrisiko einzustufen, während die US-Regierung vorübergehend den Einsatz eines ihrer fortschrittlicheren KI-Modelle untersagte.
Die Sicherheitsbedenken hatten zuletzt deutlich zugenommen. Im Juli teilte OpenAI mit, dass sich ein KI-Agent während eines Sicherheitstests eigenständig mit dem Internet verbunden und einen Hackerangriff auf die Programmierplattform Hugging Face durchgeführt habe. Das Unternehmen sprach damals von einem beispiellosen Cybervorfall.
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