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Medien: Cyberangriff legt britisches Kraftwerk lahm

Die Anlage war Berichten zufolge nach einem Hackerangriff mit Verbindungen zu Iran vier Tage lang außer Betrieb. Parallel dazu gab es Cyberattacken auf die Wasserinfrastruktur in den USA. Westliche Geheimdienste warnen schon lange vor Hackern aus Iran, Nordkorea, China und Russland.
Medien: Cyberangriff legt britisches Kraftwerk lahmQuelle: Gettyimages.ru © peerapong boriboon

Ein kleines britisches Kraftwerk wurde aufgrund eines Cyberangriffs vom Netz genommen. Die britischen Behörden machen eine mit Iran in Verbindung stehende Hackergruppe dafür verantwortlich, wie The Telegraph am Samstag berichtete.

In Großbritannien sind Dutzende kleiner Kraftwerke an das nationale Stromnetz angeschlossen. Viele davon sind gasbefeuerte Anlagen, die nur wenige Stunden pro Woche in Betrieb sind. Die Zeitung nannte zwar nicht konkret, welche Anlage betroffen war, wies jedoch darauf hin, dass diese im Juli vier Tage lang außer Betrieb war.

Berichten zufolge informierten die Behörden das National Cyber Security Centre, eine öffentlich zugängliche Abteilung des Government Communications Headquarters, hielten Notfallbesprechungen mit Führungskräften von Energieunternehmen ab und versandten Leitlinien zur Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen an die Unternehmen.

Laut The Telegraph fiel der Vorfall mit einer Reihe von Cyberangriffen auf die Wasserinfrastruktur in den USA zusammen, von denen Anlagen in zwölf Bundesstaaten betroffen waren. Anfang dieses Monats zitierte CBS News Quellen, wonach mehr als dreißig kommunale Wasserversorgungssysteme betroffen waren und die Angriffe möglicherweise mit von Iran unterstützten Hackern in Verbindung stünden.

Berichten zufolge verloren einige Versorgungsunternehmen wichtige Fernsteuerungsfunktionen, sodass die Betreiber gezwungen waren, auf manuellen Betrieb umzuschalten. In mehreren Fällen verschafften sich die Hacker Fernzugriff auf Pumpen, Ventile und den Wasserdruck.

Westliche Geheimdienste haben wiederholt behauptet, dass kritische nationale Infrastrukturen und Regierungsstellen einer ständigen Bedrohung durch Hacker aus Iran, Nordkorea, China und Russland ausgesetzt seien – Vorwürfe, die die Behörden der jeweiligen Länder zurückgewiesen haben. Moskau erklärt, der Westen berufe sich regelmäßig auf die angebliche Gefahr einer Aggression von außen, um einen massiven militärischen Aufbau und die Entwicklung offensiver Cyberfähigkeiten zu rechtfertigen.

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