
Finnland lehnt Lieferung von Patriot-Abfangraketen an Ukraine ab

Der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen hat erklärt, sein Land beabsichtige nicht, der Ukraine Abfangraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme zu liefern, weil das den nationalen Interessen Finnlands widersprechen würde. In einem Interview mit der finnischen Zeitung Ilta-Sanomat sagte Häkkänen:
"Wir haben in unserem eigenen Interesse alles getan, was wir konnten, aber als Frontlinienstaat können wir unsere künftige Einsatzbereitschaft im Bereich der Luftverteidigung nicht gefährden."
Der Minister fügte hinzu, dass Finnland über "ein gewisses Maß an Möglichkeiten" verfüge, einige Flugabwehrraketen zu liefern, wollte jedoch keine Einzelheiten zu den Mechanismen der Hilfe für Kiew offenlegen.

Nach Ansicht des Ministers könnten vor allem die USA das Problem des Raketenmangels lösen, indem sie ihre Produktion ausweiten. Darüber hinaus verfügten einige europäische Länder über Bestände der von der Ukraine benötigten Raketen. Amerikanische Unternehmen seien zwar in der Lage, die Lieferungen der notwendigen Waffensysteme rasch zu erhöhen, doch werde dies durch bürokratische Hürden erschwert. Häkkänen warnte zudem, dass der bevorstehende Winter für die Ukraine der schwierigste seit Beginn des Konflikts werden könnte. Der Mangel an Luftabwehrsystemen sei derzeit eines der zentralen Probleme der Ukraine, betonte der Minister.
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