International

Peskow: Neuer Armeechef der Ukraine muss für extremistische Aussagen über Russen büßen

Der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte wird sicherlich für seine Äußerungen über die Bevölkerung von Russland bestraft werden, erklärt der Kremlsprecher Dmitri Peskow. Michail Drapaty bezeichnete die Russen zuvor als "eine Nation ohne Existenzrecht".
Peskow: Neuer Armeechef der Ukraine muss für extremistische Aussagen über Russen büßenQuelle: Sputnik © Alexander Schtscherbak

In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview hat sich General Michail Drapaty, der neue Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, extremistisch über die russischen Bürger geäußert. Nun äußert sich der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, diesbezüglich in den Staatsmedien.

"Natürlich habe ich keinen Zweifel daran, dass er sich auf die eine oder andere Weise für seine Worte verantworten wird", sagte der Kremlsprecher im Gespräch mit Pawel Sarubin, dem Reporter der Agentur Westi.

Die Aussagen des ukrainischen Armeechefs sprächen für sich, meinte Peskow. Es sei nun völlig klar, dass die Bevölkerung von Donbass die richtige Entscheidung getroffen habe, nicht mehr Teil der Ukraine zu sein. Klar sei auch, dass Russlands Präsident Wladimir Putin richtig gehandelt und die Militäroperation zum Schutz der Zivilisten in der Ostukraine begonnen habe.  

Und weiter:

"Und wir alle kamen richtigerweise zu dem Schluss, dass die militärische Spezialoperation darauf abzielt, den Krieg zu beenden, den das Kiewer Regime entfesselt hatte."

Drapatiy erklärte gegenüber ukrainischen Medien, Russland könne nicht als Nachbar der Ukraine betrachtet werden. Die russischen Bürger bezeichnete er als "eine Nation, die kein Existenzrecht hat".

Zudem beleidigte der General die Bewohner der Volksrepubliken Donezk und Lugansk und nannte diese eine "Bevölkerung ohne Pflichtbewusstsein", unter der sich angeblich viele Kriminelle befänden. Die Zivilisten im Donbass brüskierte Drapaty als "Rülpser der Sowjetunion", die nicht arbeiten, sondern nur "Trittbrettfahrer" sein wollten.

In Reaktion darauf erklärte das russische Außenministerium, dass die Äußerungen des Oberbefehlshabers der Ukraine ein weiterer Beweis für das Nazi-Wesen des Kiewer Regimes seien.

Die Behörde rief das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte und weitere zuständige Organisationen dazu auf, der systematischen Politik der Regierung in Kiew Beachtung zu schenken, die "rassistische, fremdenfeindliche und nationalistische Aussagen toleriert". Derartige Auslassungen seien gemäß dem Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (ICERD) verboten, mahnte Moskau.  

Mehr zum ThemaNeuer ukrainischer Armeechef Drapaty: Russland hat als Nation kein Existenzrecht

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.