Liveticker Ukraine-Krieg: SWR spricht von ukrainischer Spur bei Drohnenvorfall in Leipzig

24.08.2026 16:44 Uhr
16:44 Uhr
Russland und die Ukraine tauschen Bürger nach Formel "10 gegen 10" in Weißrussland
Auf dem Territorium von Weißrussland hat im Gebiet Gomel ein Austausch russischer und ukrainischer Staatsbürger nach der Formel "10 gegen 10" stattgefunden. Das berichten weißrussische Medien.
Demnach sei im Auftrag des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko der Mechanismus zur Heimkehr von zehn ukrainischen Staatsbürgern und zehn zuvor in Gefangenschaft befindlichen russischen Soldaten in Gang gesetzt worden. Die humanitäre Mission sei unter strikter Einhaltung der Normen des humanitären Völkerrechts durchgeführt worden.
16:16 Uhr
Merz zum ukrainischen Unabhängigkeitstag: "Wir stehen fest an der Seite der Ukraine"
Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine anlässlich des 35. Jahrestages ihrer Unabhängigkeit die Unterstützung Deutschlands zugesichert.
In einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft erklärte Merz, die Menschen in der Ukraine verteidigten mit beeindruckendem Mut die Unabhängigkeit ihres Landes gegen den "brutalen russischen Angriffskrieg" und zeigten damit der Welt, was es bedeute, für Freiheit und einen gerechten Frieden einzustehen. Der Bundeskanzler betonte, Deutschland stehe an diesem wichtigen Tag fest an der Seite der Ukraine.
Der X-Beitrag wurde dabei lediglich mit dem beglückwünschenden Grußwort betitelt: "Slawa Ukrajini! Слава Україні!"
Slawa Ukrajini!
— Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) August 24, 2026
Слава Україні! pic.twitter.com/3wxGsRrn1u15:45 Uhr
Polens Vize-Außenminister: EU-Beitritt der Ukraine vor Kriegsende unmöglich
Der stellvertretende polnische Außenminister Ignacy Niemczycki hat gegenüber dem Sender TVP Info erklärt, ein EU-Beitritt der Ukraine sei nicht möglich, solange die Kampfhandlungen andauerten.
Vor einem Beitritt Kiews zur Europäischen Union müssten sich die Mitgliedstaaten laut dem Diplomaten vergewissern, dass dieser Schritt für alle Beteiligten von Vorteil sei.
Darüber hinaus empfahl er der Ukraine, zur Beilegung historischer Streitfragen – darunter auch im Zusammenhang mit dem Massaker von Wolhynien – die Formel "Wir vergeben und bitten um Vergebung" anzuwenden. Dies könne seiner Ansicht nach helfen, die Spannungen abzubauen und ein weiteres Anwachsen des Hasses zu stoppen.
15:15 Uhr
LVR erneut unter Beschuss: Zwei Tote und neun Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen
Bei einem massiven ukrainischen Drohnenangriff auf die Lugansker Volksrepublik sind nach Angaben des Oberhaupts des Gebiets, Leonid Passetschnik, zwei Zivilisten getötet und neun weitere verletzt worden.
Die beiden Todesopfer waren in den Gemeindebezirken Swatowo und Belowodsk zu verzeichnen: In Swatowo wurde ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen, dabei starb ein 52-jähriger Mann. In Belowodsk wurde ebenfalls ein Wohnhaus beschädigt, ein 54-jähriger Mann kam ums Leben.
Weitere neun Menschen wurden bei Drohnenangriffen auf ein Transportunternehmen und einen Lastwagen in Stachanow, das Gelände einer Tankstelle in Brjanka, einen Pkw in Kremennaja, einen Lastwagen eines Straßenbauunternehmens in Rubeschnoje sowie einen Linienbus auf der Strecke Sewerdonezk–Moskau nahe Smoljaninowo verletzt. Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Bus.
14:50 Uhr
SWR spricht von ukrainischer Spur bei Drohnenvorfall in Leipzig

Am 5. August 2026 hebt am Flughafen Leipzig/Halle eine Polizeidrohne neben einem ukrainischen Antonow-Frachtflugzeug ab. Zuvor hatten Flughafenmitarbeiter eine Drohne entdeckt, die mit einem Sprengstoffzünder ausgestattet war.Urheberrechtlich geschützt Der russische Auslandsnachrichtendienst SWR geht davon aus, dass deutsche Ermittler beim Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle auch eine ukrainische Spur prüfen. Die Drohne wurde am 5. August auf einem Parkplatz für ukrainische Transportflugzeuge entdeckt. Zugleich stellt der Dienst die Frage, ob die deutschen Behörden den politischen Willen haben, mögliche Ermittlungsergebnisse auch öffentlich zu machen.
Nach Einschätzung des SWR könnte Kiew bereits von der politischen Wirkung des Vorfalls profitieren. Noch bevor vorläufige Ermittlungsergebnisse vorlagen, stellten deutsche Politiker verschiedener Parteien und anschließend auch europäische Medien den Vorfall als Hinweis auf eine mögliche Beteiligung Russlands dar. Damit sei erneut das Bild vom "langen Arm Moskaus" gezeichnet worden, der nun auch den Flughafen Leipzig/Halle erreicht habe, der unter anderem für militärische Zwecke genutzt wird.
In Kiew könne man daher bereits von einem Erfolg sprechen, so der SWR. Europa sei durch neue "Fakten aggressiver und feindlicher Politik Russlands" aufgerüttelt worden und habe die eigenen Militärbestände zur Unterstützung des Kiewer Regimes weiter geleert. Zugleich könnte der Vorfall nach Einschätzung des russischen Geheimdienstes dazu beitragen, die Unterstützung für oppositionelle politische Kräfte in Deutschland zu schwächen, die sich gegenüber Russland für einen pragmatischeren Kurs einsetzen.
Als Beispiel für ein ähnliches Vorgehen verweist der SWR auf die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022: Auch damals wurde in deutschen und europäischen Medien unmittelbar die These verbreitet, russische Geheimdienste stünden hinter der Sabotage. Der Leipziger Vorfall könnte demnach ebenfalls politisch genutzt werden, um die Wahrnehmung Russlands als Bedrohung zu verstärken und die Unterstützung für die Ukraine zu mobilisieren.
14:29 Uhr
Französischer Politiker kritisiert Beleuchtung des Eiffelturms in ukrainischen Farben
Der Vorsitzende der französischen Partei Les Patriotes, Florian Philippot, hat die Entscheidung der Behörden kritisiert, den Eiffelturm in den Farben der ukrainischen Flagge anstrahlen zu lassen. Auf dem sozialen Netzwerk X schrieb Philippot:
"Das Ganze aus Anlass des Unabhängigkeitstages der Ukraine – was geht uns das an? Soll das die Franzosen dazu bringen, die Entsendung neuer Milliarden dorthin hinzunehmen?"
Philippot fügte hinzu, dass "die Verrückten, die dahinterstecken, auf die französische Flagge und die französische Souveränität pfeifen, aber um die ukrainische schwänzeln". Der Politiker forderte dazu auf, damit aufzuhören.
Drapeaux ukrainiens partout (ici Lille par exemple ⤵️)
— Florian Philippot (@f_philippot) August 24, 2026
Tour Eiffel illuminée aux couleurs de l’Ukraine ce soir
…
Tout ça pour « la fête de l’indépendance de l’Ukraine » aujourd’hui : en quoi ça nous intéresse ?
Le but est de faire passer la pilule aux Français de nouveaux… pic.twitter.com/u4SQ1EcE8714:05 Uhr
Russische Soldaten schießen "Flamingo"-Rakete über Tula ab – Gouverneur belohnt sie mit Süßigkeiten
Soldaten der Brigade "BARS-Kursk", denen es gelang, eine ukrainische Rakete vom Typ "Flamingo" abzuschießen, die auf ein strategisches Objekt im Gebiet Tula zuflog, sollen süße Geschenke erhalten. Die entsprechende Anweisung habe laut der Pressestelle der Gebietsregierung Gouverneur Dmitri Miljajew erteilt.
Die Soldaten hatten die "Flamingo"-Rakete vom Typ FP-5, die nachts in einer Höhe von weniger als 50 Metern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 km/h geflogen sei, mithilfe eines Maschinengewehrs abgeschossen. Der Gouverneur des Gebiets Kursk, Alexander Chinstein, veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal ein Video des Abschusses.
13:34 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Montag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Wie es heißt, haben die russischen Truppenverbände Nord, West, Süd, Mitte, Ost und Dnjepr den ukrainischen Truppen entlang der Front Niederlagen zugefügt.
Einheiten des Truppenverbandes Nord haben die Siedlung Persche Trawnja im Gebiet Sumy unter ihre Kontrolle gebracht.
In der Donezker Volksrepublik haben Einheiten des Truppenverbandes Mitte die Siedlung Kutscherow Jar befreit.
Im Gebiet Saporoschje haben Truppeneinheiten des Truppenverbandes Ost die Siedlung Dolinka befreit.
Bei den Kämpfen entlang der Front wurden mehr als 1.400 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet.
Ferner wurden zerstört oder getroffen:
- 89 Fahrzeuge
- 11 gepanzerte Kampffahrzeuge
- fünf Artilleriegeschütze
- fünf Stationen für elektronische Kampfführung
- vier Feldartilleriegeschütze
- ein Leopard-Panzer deutscher Produktion
Außerdem fing die russische Luftabwehr 17 Lenkbomben, drei HIMARS-Geschosse aus US-Produktion, elf Marschflugkörper vom Typ "Flamingo" sowie 988 Starrflüglerdrohnen ab.
Russische Luft- und Raumfahrtkräfte, Drohnen, Raketen- und Artillerieeinheiten trafen zudem nach Angaben des Ministeriums ein Unternehmen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes, Einrichtungen der Hafen-, Energie- und Verkehrsinfrastruktur, Logistikzentren, eine Produktionsstätte für Langstreckendrohnen sowie zeitweilige Stützpunkte ukrainischer und ausländischer Kämpfer in 142 Gebieten.
12:58 Uhr
Drohnenangriff auf Melitopol: Regionalbüro von "Einiges Russland" beschädigt
Infolge eines Drohnenangriffs der ukrainischen Streitkräfte auf Melitopol im Gebiet Saporoschje wurde das Regionalbüro der russischen Regierungspartei "Einiges Russland" beschädigt. Der Gouverneur des Gebiets, Ewgeni Balizki, erklärte, dass dieses Objekt seit langem als Zentrum für humanitäre Hilfe diente. Balizki schrieb:
"In den letzten vier Jahren wurde von dort aus täglich daran gearbeitet, den Einwohnern gezielte Hilfe zu leisten. Hier erhielten die Menschen das Nötigste und Unterstützung in schwierigen Zeiten."
Die Arbeit des Stabs und des Regionalverbands der Partei wird trotz des Angriffs fortgesetzt.
12:24 Uhr
Zwei Tote bei ukrainischen Drohnenattacken im Bezirk Belgorod
Ukrainische Streitkräfte griffen den Bezirk Belgorod mit Drohnen an. Das teilte der regionale Einsatzstab auf der Plattform "Max" mit.
Im Dorf Tawrowo detonierte eine Drohne auf dem Gelände eines Gewerbeobjekts. Zwei Männer kamen dabei ums Leben. In der Siedlung Oktjabrski wurde eine Frau durch die Explosion einer FPV-Drohne im Hof eines Privathauses durch Splitter an Brust und Schulter verletzt. Sie wird im örtlichen Krankenhaus behandelt.
Ein weiterer Zivilist wurde bei einem Drohnenangriff auf den Parkplatz eines Gewerbeobjekts verletzt und mit einer Splitterverletzung am Oberschenkel ins Krankenhaus gebracht.
Zudem wurden die Fassade eines Gebäudes sowie ein Lkw und ein Pkw beschädigt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
