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Angriff auf AfD-Politiker in Rostock: Landtagsfraktion spricht von politisch motivierter Gewalt

Der AfD-Politiker Michael Meister hat bei einem nächtlichen Angriff nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. Die Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern sieht eine Verbindung zur linksextremen Szene, die kürzlich zu Angriffen auf die Partei aufforderte.
Angriff auf AfD-Politiker in Rostock: Landtagsfraktion spricht von politisch motivierter GewaltQuelle: Gettyimages.ru © Leonhard Simon

Die Polizei ermittelt im Fall eines mutmaßlichen Angriffs auf den AfD-Landtagsabgeordneten Michael Meister. Laut einer Erklärung sollen in der Nacht auf Donnerstag zwei unbekannte Männer den 51-jährigen Politiker in Rostock angesprochen, ihn daraufhin körperlich angegriffen und am Arm verletzt haben. Meister verständigte anschließend selbstständig die Polizei und kam für eine ambulante Behandlung ins Krankenhaus.

In einer Mitteilung des AfD-Landesverbandes sagte Meister, ihm gehe es den Umständen entsprechend gut. Nach AfD-Angaben sollen die Unbekannten den Politiker vor seinem Wohnort angegriffen haben. Dabei sei er mit den Worten "AfD-Nazi" beleidigt worden.

Die AfD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern brachte den Angriff mit einem Aufruf in der linksextremen Szene in Verbindung. In einem Beitrag auf X (Twitter) zeigte die Fraktion ein blutverschmiertes weißes T-Shirt, das Meister bei der Attacke getragen haben soll, und schrieb dazu:

"Rund eine Woche nachdem auf dem in Deutschland verbotenen linksextremen Antifa-Portal 'Indymedia' zum Angriff auf die AfD und ihr Personal aufgerufen wurde, kam es zu einem Angriff auf den AfD-Landtagsabgeordneten und Rostocker AfD-Direktkandidaten Michael Meister in der Hansestadt Rostock."

Laut der Fraktion habe Meister eine Schnittwunde am linken Arm erlitten. Sein Notebook im Rucksack habe die Stiche in seinen Rücken abgewehrt. Zudem seien Radbolzen von einem Auto der Familie Meister gelöst worden. Zuletzt sollen in Rostock zwei weitere AfD-Mitglieder Opfer von Antifa-Angriffen geworden sein, fügte die AfD hinzu.

Enrico Schult, Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion, verurteilte den Angriff. Gewalt gegen gewählte Mandatsträger sei ein direkter Angriff auf die demokratische Grundordnung und dürfe unter keinen Umständen toleriert werden. Alle politisch Engagierten, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit, sollten uneingeschränkt geschützt werden.

Auch andere Parteien kritisieren den Angriff. Salim Hemeed, Landesgeschäftsführer der Linken, sagte auf dpa-Anfrage, dass seine Partei Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung konsequent ablehne. Er hoffe auf eine vollständige Aufklärung des Sachverhalts. Ähnliche Erklärungen gaben Julian Barlen, SPD-Fraktionsvorsitzender, und Daniel Peters, CDU-Fraktionsvorsitzender, ab.

FDP-Politiker David Wulff warnte vor zunehmender politischer Gewalt. Wer politische Gegner entmenschliche, bedrohe oder körperlich angreife, verlasse den Boden der Demokratie. Vor diesem Hintergrund wäre es wichtig, klare Grenzen zu ziehen: Streit gehört in die Sache, nicht auf die Straße und schon gar nicht vor private Haustüren, fasste Wulff zusammen.

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei bundesweit 5.140 Straftaten, die sich gegen Repräsentanten oder Mitglieder der Partei richteten. Im Jahr 2024 fanden sich in der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität 3.690 solcher Taten.

Meister ist seit 2021 Mitglied der AfD-Landtagsfraktion. Unter anderem ist er Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtags und des Untersuchungsausschusses zur Klimaschutzstiftung.

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