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Görlitz: Vermisste Frau in eingestürztem Haus tot geborgen

Seit Montagabend laufen andauernde Bergungsarbeiten nach einem Hauseinsturz im sächsischen Görlitz. Am Mittwochabend wurde nun eine tote Frau aus den Trümmern geborgen. Zwei weitere Menschen werden jedoch weiterhin vermisst.
Görlitz: Vermisste Frau in eingestürztem Haus tot geborgen© Urheberechtlich geschützt

Am Montag dieser Woche war im sächsischen Görlitz ein Mehrfamilienhaus eingestürzt. An der Unfallstelle wurde seitdem nach drei Menschen gesucht, wobei sich zwei zunächst Vermisste lebend bei den Einsatzkräften meldeten. Von zwei Frauen und einem Mann fehlte jedoch weiterhin jedes Lebenszeichen. Nun wurde eine junge Rumänin, die Lebensgefährtin eines der Überlebenden, bei der Suche in den Trümmern tot aufgefunden.

Nach dem kompletten Einsturz des Gründerzeithauses in der James-von-Moltke-Straße wurde nach zwei Tagen kontinuierlicher Suche die Leiche einer Frau entdeckt. Es handle sich laut einer Polizeisprecherin um eine vermisste 25 Jahre alte rumänische Touristin, die sich in einer angemieteten Ferienwohnung aufgehalten habe. Demnach fand ein Spürhund die Verschüttete am Mittwoch gegen 22:30 Uhr in den Trümmern. Die Lausitzer Rundschau berichtet zu den Sucharbeiten:

"Die Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz erklärte am Mittwochabend: Es seien Hohlräume freigelegt worden, diese würden gerade von Kameraden des THW per Ortung untersucht ‒ mit Sonden. 'Es wird geschaut: Sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle.'"

Insgesamt wurden seit dem Ereignis drei Personen in den Trümmern vermutet. Nach dem ersten Leichenfund wurde die Suche nach den beiden weiteren Vermissten in der Nacht zu Donnerstag fortgesetzt. Erneut sollen dabei Spürhunde helfen, die Vermissten zu finden. Laut Polizeiangaben hätten die Tiere "schon an mehreren Stellen angeschlagen", wie eine Sprecherin berichtete.

Wie bereits zu Beginn vermutet, war wohl ein Gasleck im Haus für das tragische Ereignis verantwortlich. In der Nacht zum Mittwoch gelang es den Stadtwerken laut lokalen Medien, den Gasaustritt zu stoppen. Die Seitenwand eines Nachbarhauses musste zuvor nach dem Einsturz abgestützt werden, wie eine Polizeisprecherin am Mittwochmorgen erklärte.

Die Einsatzkräfte gehen laut Medienberichten davon aus, dass "Verschüttete bis zu 72 Stunden unter solchen Trümmern überleben könnten". Prognosen dazu, wie wahrscheinlich es sei, die beiden weiteren Vermissten zeitnah zu finden, seien jedoch nicht möglich, erklärte eine Sprecherin der Polizei.

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