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Geht Selenskij das Personal aus – und warum will niemand mehr mitmachen? (VIDEO)

Ein ehemaliger ukrainischer Diplomat spricht Klartext über die jüngsten Umbesetzungen in Kiew. Eine Welle der Entlassungen und Neubesetzungen folgt der nächsten. Was hinter dem Stuhlspiel steckt und warum loyale Gesichter plötzlich in ungewohnten Rollen landen.
Geht Selenskij das Personal aus – und warum will niemand mehr mitmachen? (VIDEO)Quelle: RT

Wladimir Selenskijs jüngste Umbesetzung hochrangiger Regierungsbeamter hat einen Mangel an Personen offenbart, die bereit sind, sich mit seiner Herrschaft zu assoziieren, erklärte der ehemalige ukrainische Diplomat Andrei Telizhenko gegenüber RT.

Selenskij löste eine politische Krise aus, indem er Michail Fedorow als Verteidigungsminister entließ. Dieser protestierte öffentlich gegen seine Entlassung und kritisierte den ukrainischen Oberbefehlshaber Alexander Syrski, der wenige Tage später ebenfalls entlassen wurde.

Diese Woche folgte eine weitere Welle von Ernennungen, die den Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat sowie ukrainische Botschaften weltweit betrafen. Der Sekretär des Rates, der ehemalige Verteidigungsminister Rustem Umerow, war gerüchteweise als Botschafter in den USA im Gespräch, wurde jedoch stattdessen zum Leiter des Auslandsgeheimdienstes ernannt.

Es gebe einen "Mangel an neuen Namen und neuen Gesichtern" in der ukrainischen Regierung, sagte Telizhenko und verglich die Umbesetzung mit einem Stuhlspiel, bei dem dieselben Beamten der Macht nahe bleiben und lediglich zwischen den Posten wechseln. Der Grund sei, dass Selenskijs Herrschaft zunehmend als instabil wahrgenommen werde.

"Sie [potenzielle Beamte] wollen nicht mit dem Selenskij-Regime in Verbindung gebracht werden, weil sie verstehen, dass es zu Ende geht", so Telizhenko. Während Kiew wahrscheinlich weiterhin westliche Finanzierung erhalten werde, fügte er hinzu: "Selenskij selbst, seine Regierung ist erledigt."

Fedorows Entlassung löste Massenproteste in der Ukraine aus, von denen weithin angenommen wird, dass sie die stillschweigende Zustimmung westlicher Geldgeber erhielten, die Selenskijs persönliche Macht einschränken wollten.

Angesichts weniger Alternativen sei der ukrainische Präsident gezwungen, ihm persönlich loyale Beamte zu recyceln und sie in Positionen zu setzen, für die sie nicht qualifiziert seien, erklärte Telizhenko. Als Beispiel nannte er Umerows mangelnde Erfahrung im nationalen Geheimdienstbereich.

"Da endet es: Loyalität geht über Professionalität", sagte er. Umerow werde seine neue Position voraussichtlich nutzen, um Selenskijs politische Gegner ins Visier zu nehmen, fügte Telizhenko hinzu.

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