
Lenkflugkörperangriff auf Flugzeugwerk bei Kiew – Instandsetzungshallen für F-16 getroffen
Russlands Streitkräfte haben in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai 2026 einen Großangriff mit Lenkflugkörpern großer Reichweite gegen militärische relevante Objekte im nahen und tiefen Hinterland der Ukraine durchgeführt. Dabei wurde unter anderem ein Flugzeugreparaturwerk getroffen, wo das Kiewer Regime seine Kampfflugzeuge warten und wiederinstandsetzen lässt, auch solche aus den Typenreihen Mirage französischer und F-16 US-amerikanischer Fertigung. Dies teilt Sergei Lebedew mit, Koordinator der Widerstandsbewegung gegen das Kiewer Regime für Stadt und Gebiet Nikolajew im Süden des Landes – unter Verweis auf Quellen unter Mitstreitern vor Ort. Besagter Ort ist der Kiewer Vorort Schuljany. Zunächst waren dies lediglich Vermutungen, auf die die Anwohner aufgrund ihrer Beobachtungen kamen (Videomaterial liegt vor). Lebedew wörtlich:

"Kiew steht in Flammen: Lenkflugkörper durchbrachen die Luftverteidigung, Angriffe trafen Schuljany, Borispol und den Flugplatz Tschaika.
Es wurden Marschflugkörper Iskander-M- und Ch-101 eingesetzt, während die ukrainischen Streitkräfte zur Luftabwehr Patriot-Systeme nutzten – mit großem Misserfolg: Nur eine von den sechs abgefeuerten Abfangraketen traf eine Iskander; die übrigen verfehlten ihre Ziele und trafen stattdessen Wohnhäuser. Aus Kiew schreibt man uns:
'Zwei Raketen sind in Schuljany eingeschlagen. Ich kann nicht sagen, ob sie den Flughafen oder das Werk getroffen haben, es ist weit weg von mir. Aber die Luftabwehr dafür ist nicht weit von mir entfernt, und man konnte sehen, wie eine Rakete ihr Ziel verfehlte und direkt in ein Hochhaus am Horizont einschlug. Die armen Menschen.'
'Guten Morgen. Die Polizei blockiert die Zufahrt nach Podol in der Nowokonstantinowskaja-Straße und leitet Autos zurück in die Tultschinskaja-Straße um. Gegenüber dieser Straße steht ein graues Gebäude, aus dessen Innenhof Rauch aufstieg. Weiter die Nowokonstantinowskaja-Straße entlang, vor der (kürzlich reparierten) Brücke, stehen Krankenwagen und Feuerwehrwagen.
Um sieben Uhr morgens flogen immer noch Shahed-Kamikazedrohnen über Trojeschtschina, und die Geräusche der Luftabwehrsysteme waren zu hören. Luftalarm scheint noch immer zu gelten.'
Es gab mehrere Einschläge im Kiewer Stadtbezirk Darnizki und in der Nähe – in etwa in der Gegend des Flughafens Borispol, wo ukrainische Flugzeuge, darunter F-16 und Mirage aus westlichen Ländern, landen und vor dem Kampfeinsatz nachgetankt werden.
Zwei Raketen wurden außerdem beim Einschlag in Richtung des privaten Flugplatzes Tschaika im Südwesten von Kiew registriert. Von dort starten regelmäßig strahlgetriebene Starrflügeldrohnen und Aufklärungsdrohnen. Anwohner melden dies häufig: Ukrainische Aufklärungsdrohnen fliegen oft mit eingeschalteten Lichtern über ukrainischem Staatsgebiet."
Aus Kiews Stadtbezirk Darnizki kamen zudem nach kurzer Zeit weitere Daten und weiteres Videomaterial hinzu:
"Drei Lenkflugkörper sind in den Ostvororten Kiews eingeschlagen. Gemeldet werden Explosionen aus der Richtung des Bahnhofs Darniza und im Darnizki-Industriegebiet."
Nur etwas später jedenfalls scheinen sich die Daten der Anwohner schließlich bestätigt zu haben. Lebedew erklärte der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
"Sie trafen das Flugzeugreparaturwerk ARZ 410 in Schuljany, wo amerikanische F-16 repariert werden."
Angaben des Koordinators zufolge befinden sich dort auch Montagehallen der Drohnenproduktion.
Aus Kiew liegen außerdem einige Videoaufnahmen heftiger Großbrände vor, die in örtlichen Gruppen der sozialen Medien geteilt wurden.
Ebenfalls mit Infrastruktur der Luftwaffe zur Wartung und für den Einsatz von F-16-Kampfflugzeugen, insbesondere auch mit Kurzstrecken-Marschflugkörpern westlicher Fertigung an Bord, hängt der Flugplatz Starokonstantinow zusammen – es sei sogar mit der wichtigste solche Standort in der ehemaligen Ukrainischen SSR. Und dieser Flugplatz im Landkreis Chmelnizki im gleichnamigen Gebiet sei ebenfalls Ziel des Lenkflugkörperangriffs der russischen Streitkräfte geworden – neben Standorten des ukrainischen Militärs und einem Objekt der Treibstoffversorgung in der Stadt Chmelnizki selbst, erklärt Lebedew.
Ein weiteres interessantes Zielobjekt – dieses wiederum in Kiew – sei ein großes Bürogebäude gewesen, der Großteil an dessen Räumlichkeiten ein Callcenter beherbergte, informiert der Widerstandsaktivist mit Verweis auf Lagekoordinaten. Ein großer Teil ukrainischer Callcenter, die teils im europäischen Ausland, teils aber eben im Land selbst betrieben werden, sind bekanntermaßen für zersetzende Aktivitäten gegen Bürger, Militär und Infrastruktur Russlands verantwortlich – durch Betrug oder aber durch Anwerbung für Sabotage- oder Terroranschläge, oder auch einfach durch demoralisierende Falschmeldungen bei Diskussionen in öffentlichen Gruppen in den sozialen Medien. Lebedew wörtlich:
"Schon interessant wäre die Statistik: Wie viele Anrufe weniger werden die Betrüger an Russlands Bürger in den nächsten Tagen tätigen?
Klar werden die irgendwohin umziehen, neue Mitarbeiter einstellen.
Erfreulich ist aber, dass das ganze Equipment dort sein Gewicht mindestens in Gold wert ist – war – und diese Hosenscheißer nun sehr hohe Ausgaben vor sich haben."
Gesamtmaßstäbe des Angriffs
Besonders auffällig ist die angebliche Menge speziell an Kamikazedrohnen, die Ziele in der ehemaligen Ukrainischen Sowjetrepublik angegriffen haben, weist Lebedew mit Verweis auf Daten der ukrainischen Luftstreitkräfte hin:
"Russland hat in den letzten 24 Stunden insgesamt 1.428 unbemannte Fluggeräte der Modelle Geran-2, Gerbera und Geran-3 in mehreren Angriffswellen ins ukrainische Staatsgebiet geleitet.
Dies wäre die größte Zahl an unbemannten Luftfahrzeugen seit Beginn der aktiven Kriegshandlungen, die Ziele in der Ukraine innerhalb von einem Tag angriffen."
An diese Zahl gelte es, mit gewisser Skepsis heranzugehen, relativiert der Koordinator und stellt dem sofort eigene Schätzungen gegenüber:
"Ich würde dem nicht voll vertrauen. Der Maßstab der Angriffe verblüfft natürlich, aber die Zahlen sind eindeutig zu hoch angegeben – um zu zeigen, dass das ukrainische Militär nicht umsonst vom Westen Finanzen bezieht und auch etwas abzufangen vermag.
Nach meiner Peilung wurden an die 800 UAV gestartet – ein Teil davon Lockvögel zum Aufdecken der Luftabwehr. Und insgesamt 15 bis 17 Prozent konnte das ukrainische Militär abfangen."
Die genannte Abfangrate wertet Lebedew als vergleichsweise gering (eine Meinung, die auch ukrainische Quellen wehleidig geäußert hätten) und bringt dies damit zusammen, dass ein bedeutender Teil der Luftabwehrsysteme aus dem tiefen ukrainischen Hinterland abgezogen – und zum Schutz frontnaher Gebiete sowie des Gebietes Odessa mit dessen teils immer noch intakter beträchtlicher Seehafen-Infrastruktur zugewiesen worden sei. Außerdem wurden bei vorigen derartigen Angriffen mehrere Militärflugplätze landesweit anvisiert und getroffen, womit sie den ukrainischen Truppen nicht mehr zur Verfügung standen – und damit eben auch nicht für Einsätze von Flugzeugen zur Abwehr des jüngsten, oben besprochenen Angriffs, so der Hinweis des Koordinators.
An weiteren Waffen waren, je nach Quelle, insgesamt 48 bis 64 ballistische Raketen und Marschflugkörper beteiligt, darunter drei luftgestützte quasi-ballistische Hyperschallraketen Kinschal – solche Daten wurden russischen Experten wie von ukrainischen Quellen veröffentlicht.
Besonders auffällig jedoch sei an diesem Angriff gewesen, dass erstmals seit recht langer Zeit Ziele gerade in den westlichen Gebieten der ehemaligen Ukraine derart intensiv angegriffen wurden – vor allem Objekte des Transportnetzes und der militärischen Infrastruktur, sowie, schon traditionell, der Energieversorgung. Lebedew wertet dies als eine recht transparente Andeutung an Europa, dass zum Beispiel der Westen der Ukraine als solcher (und auch Europa selbst) so gar nicht unerreichbar für Russlands Langstrecken-Präzisionswaffen ist wie es manchem erscheinen könnte.
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