Lateinamerika

Mindestens 66 Tote beim Absturz eines Militärflugzeugs in Kolumbien

In Kolumbien ist ein Militärflugzeug mit 128 Menschen an Bord abgestürzt. Die Behörden des südamerikanischen Landes bestätigten zunächst den Tod von 66 Flugzeuginsassen. 58 Armeeangehörige konnten lebend geborgen werden. Die Ursache der Katastrophe war zunächst unklar.
Mindestens 66 Tote beim Absturz eines Militärflugzeugs in KolumbienQuelle: Legion-media.ru © ZUMA Press, Inc.

Kolumbien steht unter Schock: Im südamerikanischen Land ist ein Militärflugzeug mit 128 Menschen an Bord abgestürzt. Die Katastrophe ereignete sich am Montag (Ortszeit) in der südlichen Provinz Putumayo, die an Peru und Ecuador angrenzt. Die Lockheed C-130 Hercules hob am Morgen vom Flughafen der Ortschaft Puerto Leguízamo ab und war in die Gemeinde Puerto Asís in derselben Provinz unterwegs. Das mit vier Turboprop-Triebwerken ausgestattete Transportflugzeug verunglückte jedoch kurz nach dem Abheben in einem ländlichen Gebiet.

Augenzeugen teilten in den sozialen Medien Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke, das brennende Flugzeugwrack und den Rettungseinsatz zeigten. Auf einigen Videos waren Explosionen zu hören, da die Munition, die die Lockheed C-130 Hercules an Bord hatte, in Brand geriet und detonierte.

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An Bord waren 128 Menschen: elf Besatzungsmitglieder, 115 Armeeangehörige und zwei Polizisten. Die Behörden des südamerikanischen Landes bestätigten inzwischen den Tod von 66 Militärs: 58 Angehörige des Heeres, sechs Angehörige der Luftstreitkräfte und zwei Angehörige der Nationalpolizei. Vier weitere Armeeangehörige werden noch vermisst. 57 Flugzeuginsassen konnten lebendig geborgen werden. Eine Person kam wie durch ein Wunder ohne Verletzungen davon.

Bislang war die Ursache des tödlichen Flugzeugabsturzes ungewiss. Die Behörden schlossen aber eine Attacke oder einen Anschlag durch eine in der Region agierende bewaffnete Gruppe zunächst aus. Das Verteidigungsministerium und die Polizei drückten den Angehörigen der Todesopfer ihr tiefstes Beileid aus.

Der Flugzeugabsturz löste in Kolumbien eine hitzige Debatte über den Zustand der Militärflotte aus. Die Opposition warf dem ersten linken Präsidenten Gustavo Petro vor, die einheimischen Streitkräfte vernachlässigt zu haben, zumal das nicht die erste Katastrophe während seiner Regierung war. Eine Reihe von Zwischenfällen mit Hubschraubern hat seit Beginn der Amtszeit von Petro mehr als 30 Opfer gefordert. Der Staatschef verwies als Reaktion auf den Vorwurf auf bürokratische Hindernisse. Er habe sich nämlich mehrmals dafür eingesetzt, die Militärflotte zu modernisieren, ein entsprechendes Dokument sei aber noch nicht genehmigt worden. Für den 31. Mai sind in Kolumbien die Präsidentschaftswahlen anberaumt.

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