Die G7-Staaten haben Kiew Kredite in Höhe von fast 50 Milliarden US-Dollar gewährt, finanziert aus den Erträgen eingefrorener russischer Vermögenswerte. Dies geht aus Daten des ukrainischen Finanzministeriums und nationaler Behörden hervor, die von RIA Nowosti ausgewertet wurden.
Im Jahr 2024 hatte die G7 beschlossen, der Ukraine auf diese Weise ein Darlehen in etwa dieser Höhe zu gewähren. Bis Ende September hatte Kiew bereits 49,4 Milliarden US-Dollar erhalten.
Die erste Milliarde Dollar stammte aus den USA und wurde bereits Ende des Jahres 2024 überwiesen. Seitdem wurden von US-Seite keine weiteren Finanzhilfen aus den Erträgen russischer Vermögenswerte bereitgestellt.
Die restlichen G7-Mitgliedsstaaten haben die Ukraine im vergangenen Jahr mit 37,9 Milliarden US-Dollar und in diesem Jahr mit 10,5 Milliarden US-Dollar unterstützt.
Die Vermögenswerte der russischen Zentralbank wurden nach Beginn der Sonderoperation in der Ukraine im Jahr 2022 eingefroren. Nach Schätzungen der Zentralbank wird der Großteil dieser Gelder, insgesamt mehr als 210 Milliarden Euro, bei Euroclear verwahrt, dem größten europäischen Zentralverwahrer.
Moskau hat entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen: Vermögenswerte ausländischer Investoren aus "unfreundlichen Staaten" sowie die daraus resultierenden Erträge werden auf speziellen Konten des Typs "S" zusammengeführt. Eine spezielle Regierungskommission entscheidet hierbei, ob diese Finanzmittel abgezogen werden dürfen oder nicht.
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