Am 8. Februar 2026, dem Tag des Super Bowls der National Football League in den USA, ereilte eine Familie im Bundesstaat Arizona eine furchtbare Katastrophe: Die Eltern, die das Spiel vor dem Bildschirm verfolgt und nach eigenen Angaben bewusstseinsverändernde Substanzen konsumiert hatten, fanden den kleinen Vincent Lorenzo Fiordilino bewusstlos im Schwimmbecken ihres Gartens treibend.
Eltern und Verwandte leiteten Rettungsmaßnahmen ein, der Kleine wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Um 18:20 Uhr Ortszeit erklärte der Arzt in der Notaufnahme des Mercy Gilbert Medical Centers in Maricopa County das 18 Monate alte Kleinkind für tot. Vincent kam in die Leichenhalle des Krankenhauses.
Um 23:52 Uhr traf dann das Team des Gerichtsmediziners ein und stellte Atmung und Herzschlag bei dem vermeintlich toten Kind fest. Der Junge konnte gerettet werden. Über den Fall berichteten zunächst US-amerikanische Medien wie NBC News, die California Post und die New York Post. Die Information gelangte erst jetzt an die mediale Öffentlichkeit.
Bei näherer Betrachtung könnte es sich bei Vincents Wiederauferweckung allerdings weniger um ein medizinisches Wunder als vielmehr um einen Fall ärztlicher Voreingenommenheit gehandelt haben. Der Arzt, der für die Feststellung des Todes verantwortlich war, hat Medienberichten zufolge Hinweise von Verwandten und eines vor Ort befindlichen Polizisten auf Lebenszeichen als unmaßgeblich abgetan. Sowohl der Polizist als auch die Angehörigen des Kindes hatten angegeben, Atemgeräusche bei dem bewusstlosen Jungen festgestellt zu haben.
Nach seiner doppelten Rettung hatte der kleine Vincent weiterhin Glück: Obwohl er sich fünf Minuten unter Wasser befunden und dann über mehrere Stunden ohne medizinische Hilfe im Kühlraum der Leichenhalle verbracht hatte, besteht Hoffnung auf ein gesundes Aufwachsen des Kindes. Ein Bluterguss im Gehirn, den das Kind erlitten hat, kann offenbar im Laufe der weiteren Entwicklung kompensiert werden. Nichtsdestotrotz benötigt das Kind weiterhin medizinische Untersuchungen, wie ein Spendenaufruf auf GoFundMe erläuterte.
Auf Vincents Eltern warten nun Ermittlungen wegen Drogenkonsums und Vernachlässigung der Aufsichtspflicht und eine mögliche Anklage. Angesichts der Tatsache, dass ihnen der schon tot geglaubte Junge wiedergeschenkt wurde, dürften juristische Scherereien jedoch eher ein geringfügiges Ärgernis für die Familie darstellen. Ob die Behörden auch gegen den verantwortlichen Arzt ermitteln, ist unbekannt.
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