US-Umfrage: Trumps Zustimmungswerte sinken innerparteilich und bei den Bürgern

Die Zustimmungsrate für US-Präsident Donald Trump ist laut aktueller Umfrage weiter gesunken. Laut Auswertungen liegt die Zustimmung mit 35 Prozent nur noch einen Punkt über dem Tiefststand seiner aktuellen Amtszeit. Vor allem seitens der Republikaner und Parteisympathisanten schwindet die Zustimmung zu seiner Politik.

Die aktuelle Zustimmungsrate für Donald Trump in seiner Funktion als amtierender US-Präsident ist laut einer neuen Umfrage der Agenturen Reuters/Ipsos auf annähernd niedrigstem Stand seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus in Washington gesunken. US-Medien erkennen an der schwindenden Quote einen offensichtlichen Rückgang der Zustimmung und Unterstützung unter den Republikanern, sowohl innerparteilich, als auch bei den sympathisierenden US-Wahlberechtigten.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet über die jüngste viertägige US-Umfrage, die am Montag dieser Woche endete. Die Auswertungen ergaben, dass demnach nur noch 35 Prozent  der Bevölkerung an der aktuellen Amtsführung des US-Präsidenten etwas gutheißen können. Dies stelle einen Rückgang um einen weiteren Prozentpunkt dar, gegenüber einer Reuters/Ipsos-Umfrage zu Beginn dieses Monats.

Trump trat laut Reuters-Artikel seine zweite Präsidentschaftsamtszeit in Washington im Januar 2025 mit einer Zustimmungsrate von 47 Prozent an. Im Vormonat ergaben dabei die Umfragewerte den bis dato niedrigsten Wert von 34 Prozent.

Laut Reuters-Einschätzung würden die Zustimmungswerte des Präsidenten weiter sinken und somit "die Beliebtheit in diesem Jahr einen Dämpfer erhalten", da die Bürger unter den steigenden Benzinpreisen "leiden müssten, seit Trump im Februar gemeinsam mit Israel Luftangriffe auf den Iran angeordnet hat", so der Artikel.

Ein weiterer Faktor sei demnach, dass Trump zunehmend auch innerparteilich Probleme bekomme, Unterstützer für seine chaotisch wirkende Politik zu binden. Dazu heißt es:

"In Trumps Partei breitet sich Unzufriedenheit aus: 21 Prozent der Republikaner geben an, dass sie die Arbeit des Präsidenten mittlerweile ablehnen, verglichen mit 5 Prozent unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Januar 2025. Rund 79 Prozent der Republikaner gaben in der Umfrage an, dass Trump gute Arbeit leiste."

Dies stellt einen Rückgang um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Monatsanfang sowie eine beträchtliche Reduktion um zwölf Prozentpunkte seit Antritt seiner Amtszeit dar. Trump würde vor allem zum Thema der stetig steigenden Lebenshaltungskosten der Amerikaner kritisiert. Eine Realität, die im Rahmen seines Wahlkampfs 2024 ein wesentlicher Punkt war, bei dem er seinen Wählern versprochen hatte, die damalige Phase hoher Inflation in der Amtszeit von Joe Biden zu bekämpfen und zu verbessern. 

In der Vorwoche sorgte Trump dann für scharfe Kritik auf allen Ebenen der Gesellschaft, als er vor Journalisten wörtlich erklärte, dass für ihn die wirtschaftliche Belastung der US-Bürger bei den Verhandlungen mit Iran keine wesentliche Rolle spiele.  

Laut der Umfrage würden daher nur noch 47 Prozent der Republikaner Trump in Bezug auf die Lebenshaltungskosten "ein 'Daumen hoch' geben", während demgegenüber 46 Prozent  der Befragten erklärten, "er mache einen schlechten Job". Unter den Amerikanern insgesamt befürwortet demnach nur noch jeder Fünfte Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten.

Weitere Ergebnisse der Reuters-Umfrage ergaben, dass lediglich 62 Prozent der Republikaner den Verlauf ablehnen. Insgesamt gab demnach "nur jeder vierte Befragte – und etwa die Hälfte der Republikaner – an, dass sich die militärische Aktion der USA im Iran gelohnt habe".

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