In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti ist die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf die Frage nach betrügerischen Callcentern in der Ukraine eingegangen, die sich nach Einschätzung mehrerer Experten zu einem hochprofessionellen kriminellen Geschäft entwickelt haben.
Große US-amerikanische IT-Unternehmen und westliche Regierungen hätten laut der Sprecherin jahrelang die Betrugs-Callcenter unterstützt, die ihre illegalen Aktivitäten in der Ukraine betreiben würden. Diese Hilfe sei auch geleistet worden, nachdem die russische Seite den Westen über die Aktionen ukrainischer Telefonbetrüger ins Kenntnis gesetzt habe.
In dem Zusammenhang führte Sacharowa aus:
"Es ist kein Geheimnis, dass eine Reihe von Ländern wie die USA, die Niederlande, Estland, Deutschland und andere sowie US-amerikanische IT-Giganten – Microsoft, Google, Meta und andere – die illegalen Aktivitäten ukrainischer Callcenter konsequent unterstützten."
Die Tech-Riesen hätten ukrainischen kriminellen Organisationen, die Infrastruktureinrichtungen in Russland ins Visier genommen hätten, technologisch und finanziell geholfen.
Bereits 2020 und 2021 habe Moskau die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol) darüber informiert, dass die Telefonbetrüger in der Ukraine zunehmend aktiv seien, fügte die Diplomatin hinzu. Die westlichen Länder hätten jedoch vorgezogen, die gegen Russland gerichteten illegalen Tätigkeiten zu ignorieren.
Zuvor hatte der russische Vizeaußenminister Dmitri Ljubinski berichtet, dass die Drahtzieher hinter den Betrugs-Callcentern in der Ukraine ukrainische Beamte und militärische Befehlshaber seien.
Der jährliche Gewinn aus dem Telefonbetrug werde auf Milliarden von US-Dollar geschätzt, betonte Ljubinski. Das Geld werde im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt oder es fließe in die Taschen der Elite in Kiew.
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