US-Außenminister Marco Rubio war am Dienstag auf Besuch in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Dabei haben die Vereinigten Staaten und Armenien eine umfassende Charta der strategischen Partnerschaft unterzeichnet.
Das Dokument, das eine enge militärische und energiepolitische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern vorsieht, wurde auf der Website des armenischen Außenministeriums veröffentlicht. Demnach beabsichtigen Washington und Jerewan, "die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung und Sicherheit zu stärken, unter anderem durch den Verkauf von in den USA hergestellten Verteidigungsgütern und Ausrüstung an Armenien".
Die USA beabsichtigen außerdem, die Ausbildung armenischer Militärangehöriger, den Ausbau der armenischen Verteidigungsindustrie und die Reform des Sicherheitsapparats zu unterstützen. Beide Länder vereinbarten, "sichere und praktikable Mechanismen für den Austausch sensibler Informationen" zu entwickeln.
Der energiepolitische Teil des Dokuments behandelt unter anderem die Entwicklung eines zivilen Nuklearprogramms in Armenien mit US-amerikanischer Unterstützung, den möglichen Einsatz kleiner modularer Reaktoren sowie den Zugang zu amerikanischem Kernbrennstoff und -technologie. Armenien verfügt aktuell über ein Atomkraftwerk in Mezamor. Nach einem schweren Erdbeben im Jahr 1988 war es zunächst stillgelegt worden, wurde 1995 aber wieder hochgefahren.
Die USA und Armenien beabsichtigen außerdem, bei der Exploration, Förderung, Verarbeitung und dem Handel mit kritischen Mineralien zusammenzuarbeiten. Darüber wurde ein gesondertes Memorandum unterzeichnet.
Jerewan ist die letzte Station einer viertägigen Reise Rubios, die ihn zuvor nach Schweden und Indien geführt hatte. In Jerewan traf er sich mit dem armenischen Außenminister Ararat Mirsojan.
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