Ryanair-Chef O'Leary rügt wieder von der Leyen: Nichts für Wettbewerbsfähigkeit der EU getan

Zu den notorischsten Gegnern der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gehört der irische Geschäftsmann Michael O'Leary. Der Chef der Fluggesellschaft Ryanair hat schon im Sommer 2025 die EU-Spitzenpolitikerin als "nutzlos" bezeichnet. Nun erneuert er seine Kritik.

Wenn es um das Wohlergehen seiner Billigfluglinie Ryanair geht, nimmt der irische Geschäftsmann Michael O'Leary kein Blatt vor den Mund. In einem Interview für das Programm Europe Today im Fernsehsender Euronews hat O'Leary erneut die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hart angegriffen. Wie auch während eines Fluglotsenstreiks im Sommer 2025, bei dem allein Ryanair ungefähr 400 Flüge hatte streichen müssen, nannte er die EU-Spitzenpolitikerin "nutzlos". Zum Anlass für eine solch scharfe Kritik nahm O'Leary diesmal die Umweltabgaben der EU für Flüge innerhalb des Blocks.

Unter anderem warf der Ryanair-CEO der EU-Kommissionschefin vor, viel über die Wettbewerbsfähigkeit der EU in der internationalen Arena zu reden, aber nichts dafür zu tun. Europa sei in dieser Angelegenheit vollumfänglich gescheitert.

Auch das Europäische Parlament wurde zur Zielscheibe seiner Kritik. O'Leary bezeichnete es als "Narrenschiff", das immer neue Vorschriften bastele, die die Kosten erhöhten, obwohl die Verbraucher niedrigere Preise wollten.

Als Beispiel führte der Ryanair-Chef die Umweltabgaben der EU an, die ausschließlich für Flüge innerhalb der Staatenvereinigung gelten würden, während amerikanische und asiatische Airlines mehr als 53 Prozent der CO₂-Emissionen des europäischen Luftverkehrs verursachen würden:

"Niemand außer dem Europäischen Parlament und Ursula von der Leyen würde ein derart dummes System entwerfen. Wenn es dir mit Wettbewerbsfähigkeit ernst ist, dann sollst du die Amerikaner besteuern, sobald ihre Flugzeuge hier in Europa landen."

In diesem Zusammenhang betonte O'Leary, dass der Flugverkehr eine der wenigen Branchen sei, in denen die EU die USA überholt habe. Zu diesem Vorteil habe eben die Liberalisierung des Luftverkehrs beigetragen. Mit Blick auf die USA sagte der Ryanair-Chef:

"Sie sind uns bei KI voraus. Sie sind uns bei Informationstechnologien voraus. Was aber die Flüge betrifft, so sind sie in Europa viel billiger als in den USA."

Brüssel habe jedoch Angst davor, Fluggesellschaften aus den USA und China mit zusätzlichen Gebühren zu belegen, wie auch von der Leyen Angst davor habe, etwas anderes zu tun als bloß zu reden, resümierte O'Leary.

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