Jedes Jahr findet an einem der größten Stützpunkte der griechischen Luftwaffe, in Tanagra, die Athens Flying Week statt. Sie gilt als größte Flugshow in Südosteuropa. Im vergangenen Jahr folgten etwa 50.000 Zuschauer der Veranstaltung vor Ort, und etwa 150.000 weitere online. Dieses Jahr sollte sie am 5. und 6. September stattfinden. Ein tragisches Unglück führte bereits Samstagnachmittag dazu, dass der Rest des Programms abgesagt wurde.
Der Flug der F-4 Phantom sollte einer ihrer letzten sein, ehe das bis 1981 von McDonnell produzierte Kampfflugzeug auch in der griechischen Luftwaffe endgültig außer Dienst gestellt wird. Mitten in der Vorführung verlor das Flugzeug plötzlich an Höhe und stürzte ab. Schon kurz vor dem Absturz sei Rauch aus der Maschine gekommen. Die beiden Piloten wurden tot geborgen.
Es gibt Aufzeichnungen des Gesprächs der beiden Piloten mit dem Kontrollzentrum in den Minuten vor dem Absturz. Danach haben sie die Schleudersitze in der Maschine nicht aktiviert, um dafür zu sorgen, dass weder Zuschauer noch Anwohner durch den Absturz Schaden erleiden. Das Flugzeug stürzte auf eine Wiese, wo es einen Brand auslöste.
Der stellvertretende Ministerpräsident Kostis Hatzadakis erklärte: "Alle Griechen sind vom Verlust der zwei Piloten unserer Luftwaffe bei einer Vorführung in Tanagra erschüttert." Die Veranstaltung wurde sofort abgebrochen. Auf Anordnung von Verteidigungsminister Nikos Dendias gilt für die Streitkräfte eine dreitägige Trauer. Die Ursache des Unglücks wird untersucht.
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