Bulgarien: Parlament diskutiert Aufhebung der Sanktionen gegen Russland

Das bulgarische Parlament erörtert die Aufhebung der Einschränkungen gegen Russland, einschließlich Sanktionen im Energiesektor, sagte der Abgeordnete Angel Georgijew gegenüber "TASS". Der neue Ministerpräsident, Rumen Radew, erklärte, er hoffe, praktische Beziehungen zu Moskau aufzubauen.

Das bulgarische Parlament führe Diskussionen über die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und die Verbesserung der Beziehungen mit Moskau. Dies erklärte der bulgarische Abgeordnete Angel Georgijew in einem Interview für die Nachrichtenagentur TASS. Er sagte:

"Im bulgarischen Parlament gibt es Vorschläge, dies zu tun, nämlich alle Sanktionen gegen Russland aufzuheben."

Dem Politiker zufolge benötigten die bulgarischen Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 einen Motorwechsel und es müssten russische Unternehmen sein, die damit beauftragt werden. Deswegen hätten die Abgeordneten vorgeschlagen, die Sanktionen gegen russischen Treibstoff, die Energiebeschränkungen und das Verbot der Wartung von Flugzeugen aufzuheben. "Wenn die Regierung das wirklich tun wollte, hätte sie es bereits getan", fügte der Abgeordnete hinzu.

Georgijew merkte an, dass, obwohl die Regierung des neuen Ministerpräsidenten Rumen Radew keine offene antirussische Rhetorik habe, "reicht dies jedoch nicht aus". Er fügte hinzu, dass die bulgarische Außenministerin Velislava Petrova-Chamova "offen russophobe Ansichten" habe und die Sanktionen gegen Russland unterstütze.

Bulgarien könnte von günstigem Strom und vielen wirtschaftlichen Vorteilen profitieren, die Sanktionen gegen Moskau und die Politik der EU-Kommission blockierten dies jedoch, so Georgijew weiter. "Bulgarien könnte billigeren Strom haben, der die Grundlage der Wirtschaft bildet, aber unsere Strompreise sind gerade wegen der sogenannten grünen Politik der Europäischen Kommission und der antirussischen Sanktionen viel höher", betonte er. 

In Bezug auf bilaterale Beziehungen zwischen Moskau und Sofia sagte der bulgarische Abgeordnete, dass die beiden Länder eine gemeinsame Geschichte haben und für eine bessere Zukunft zusammenarbeiten müssten. 

Im April haben in Bulgarien die Parlamentswahlen stattgefunden. "Progressives Bulgarien", die Partei des ehemaligen bulgarischen Präsidenten Rumen Radew, hat mehr als 44 Prozent der Stimmen bekommen. Nach der Abstimmung hat Radew seine Absicht geäußert, die Beziehungen zu Russland zu entwickeln. "Ich hoffe, dass wir praktische Beziehungen zu Russland aufbauen werden, die auf gegenseitigem Respekt und Gleichberechtigung beruhen. Das ist unser Ansatz gegenüber Russland", sagte er.

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