Trump gesteht ein: Apache-Hubschrauber abgeschossen

Schon erstaunlich: Eigentlich gibt es laut US-Präsident Donald Trump gar keine iranische Marine mehr, und auch keine Armee, weil er ohnehin längst glorreich gesiegt hat und nur noch auf die Unterwerfung in Gestalt eines Deals warte. Und plötzlich das ...

Vor dem Hintergrund vergangener Ereignisse ist das höchst ungewöhnlich. Schließlich stellt sich seit Monaten die Frage, ob der Flugzeugträger Gerald Ford tatsächlich das Opfer eines plötzlichen Waschmaschinenbrandes wurde oder doch iranische Raketen oder Drohnen dabei eine Rolle spielten. Auch die Geschichte mit dem abgeschossenen Piloten, der aus Iran gerettet worden sein soll, steht gegen die Vermutung, das sei ein Einsatz von Spezialeinheiten gewesen, die beim Versuch scheiterten, das iranische Uran zu holen.

"Ich wurde gerade von unserem großartigen Militär informiert, dass letzte Nacht die Iraner einen unserer hochentwickelten Apache-Hubschrauber abgeschossen haben, als er über der Straße von Hormus patrouillierte", schrieb US-Präsident Donald Trump in einer Nachricht auf Truth Social.

Das CENTCOM, das militärisch das Kommando beim Einsatz rund um Iran führt, hatte schon vor einigen Stunden mitgeteilt, zwei Piloten eines Apache seien in der Straße von Hormus in der Nähe der omanischen Küste von Seedrohnen gerettet worden, als ihr Hubschrauber niederging. Die New York Times hatte schon zuvor vom Absturz des Hubschraubers berichtet, ohne einen Grund anzugeben.

"Neu: Zwei US-Soldaten sind sicher nach einer dramatischen Rettungsoperation vor der Küste von Oman. Das CENTCOM sagt, die Mannschaftsmitglieder seien etwa zwei Stunden, nachdem ihr AH-64-Apache-Hubschrauber niederging, während er über den Gewässern patrouillierte, gerettet worden."

Trump bestätigt nun, die beiden Piloten seien sicher und unverletzt, und fügte dann hinzu: "Nichtsdestotrotz müssen die Vereinigten Staaten notwendigerweise auf diesen Angriff antworten."

Man könnte glauben, damit sei die Situation klar. Allerdings – es gibt iranische Stimmen, die in diesem Fall erklären, Iran habe nichts damit zu tun gehabt. Wie Seyed Mohammad Marandi, ein Literaturprofessor aus Teheran, der auf vielen Kanälen Teherans Position erläutert. Im Gegensatz dazu schrieb Ebrahim Zolfaghari, Sprecher des gemeinsamen Operationskommandos der iranischen Armee und der Revolutionsgarden:

"Ein AH-64-Apache-Angriffshubschrauber, der der US-Armee gehört, wurde von der Marine der Revolutionsgarden in der Nähe der Straße von Hormus abgeschossen und zerstört, nachdem er Warnungen ignoriert hatte und von einem unserer Schnellboote ins Visier genommen worden war."

CNN erklärte mittlerweile, der Hubschrauber sei durch eine Shahed-Drohne zum Absturz gebracht worden. Die allerdings folgen einem vorab eingegebenen Kurs und können nicht während des Flugs auf ein bewegliches Ziel gelenkt werden. Das spräche eher für eine zufällige Kollision.

Dass Trump diesmal den Abschuss bestätigt, könnte eine Eskalation seitens der Vereinigten Staaten ankündigen, die zuletzt die Angriffe den Israelis überlassen hatten. Selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, eine Wirkung hatte seine Mitteilung auf jeden Fall bereits jetzt: Der Ölpreis stieg binnen Minuten. Auch der Nasdaq 100 verlor vier Prozent.

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