Medien: Trump verzichtete auf Einnahme der iranischen Insel Charg aus Angst vor hohen Verlusten

US-Präsident Donald Trump scheint seine Pläne, die Insel Charg im Persischen Golf besetzen zu lassen, aufgegeben zu haben. Der Grund: Er befürchtet schwere Verluste unter den US-amerikanischen Truppen.

Ende März hatte Donald Trump noch damit geprahlt, dass die US-Truppen die iranische Insel Charg "sehr leicht" einnehmen könnten. Eine mögliche Landung von US-Soldaten auf Charg sei Teil der US-amerikanischen Optionen in diesem Krieg. Trumps Begründung:

"Um ehrlich zu sein, mein Lieblingsding ist es, das Öl im Iran zu nehmen."

 Am 13. März 2026 hatten die USA bereits einen Luftschlag auf Charg durchgeführt.

Nun aber hat Trump offenbar einen Rückzieher gemacht. Nach einem Bericht der New Yorker Tageszeitung The Wall Street Journal (WSJ) (hinter Bezahlschranke) wirkt der US-Präsident zunehmend verunsichert, was den Iran-Krieg anbelangt. Den Gewährsleuten des WSJ zufolge schrecke Trump davor zurück, Truppen in Einsätze zu schicken, bei denen die Gefahr bestehe, dass Soldaten verletzt oder gar getötet werden könnten. Obwohl ihm hohe Erfolgsaussichten bei einer Landung auf Charg versichert worden seien, wehre er sich gegen eine solche militärische Maßnahme.

Trumps Angst: Die US-amerikanischen Verluste könnten inakzeptabel hoch ausfallen. Die auf Charg anlandenden US-Soldaten wären seiner Ansicht nach "leichte Beute" für die iranischen Verteidiger.

Die kleine, nur sechs mal vier Kilometer große Insel Charg liegt im Nordteil des Persischen Golfs. Eine Einnahme der Insel würde Militärexperten zufolge den USA Zugang zu der Meerenge verschaffen. Für die Iraner ist die Kontrolle über Charg von essenzieller Bedeutung. Fast alle iranischen Ölexporte haben dort ihren Ausgangspunkt. Die Insel beherbergt das größte Ölterminal des Landes.

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